Eine Anzeige der MSD Sharp & Dohme GmbH

Das Risiko für eine schwer verlaufende Pneumokokken-Erkrankung ist u. a. altersabhängig. Besonders gefährdet sind z. B. Kinder in den ersten beiden Lebensjahren und ältere Personen. [1] Die wichtigste Maßnahme zur Prävention von Pneumokokken-Erkrankungen ist die Impfung gegen Pneumokokken. [2] 

Pneumokokken-Erkrankungen & Säuglingsimpfung

Pneumokokken können zu Infekten der oberen (Sinusitis, Otitis media) und unteren Atemwege (Pneumonie) führen, aber auch zu schwerwiegenden invasiven Infektionen (IPD; Meningitis, Bakteriämie). [3] Das Hauptreservoir für Pneumokokken-Infektionen sind Kinder. [4] 

Zur Vorbeugung von Pneumokokken-Erkrankungen empfiehlt die STIKO u. a. die generelle Säuglingsimpfung gegen Pneumokokken ab dem Alter von zwei Monaten mit einem Pneumokokken-Konjugatimpfstoff (PCV). [5]  

Zurück in die Zukunft: Pneumokokken-Konjugatimpfstoffe im Wandel der Zeit

Der erste verfügbare PCV war ein 7-valenter Pneumokokken-Konjugatimpfstoff (PCV7), der die Serotypen 4, 6B, 9V, 14, 18C, 19F und 23F umfasste. [3] Seit 2006 empfiehlt die STIKO die allgemeine Pneumokokken-Impfung aller Säuglinge. [3,5] Seit 2009 wurde PCV7 sukzessive durch höhervalente PCV ersetzt: [6] 

  • Ab Ende März 2009 durch einen 10-valenten PCV (PCV10) [7]  
  • Ab Ende Dezember 2009 durch einen 13-valenten PCV (PCV13) [7] 

Durch die Zulassung eines 15-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoffs PCV15 wurde die Serotypenabdeckung weiter verbessert. [8] Seit Dezember 2021 ist PCV15 für Erwachsene zugelassen und seit Oktober 2022 für Kleinkinder, Kinder und Jugendliche im Alter von 6 Wochen bis < 18 Jahre. ‡

Der 15-valente Pneumokokken-Konjugatimpfstoff PCV15 (Vaxneuvance®)‡ deckt neben den im 13-valenten Konjugatimpfstoff (PCV13) enthaltenen Serotypen zusätzlich auch die Serotypen 22F und 33F ab. [9] Diese zählen neben Serotyp 3 zu einer Reihe von Serotypen, die ein Risiko für IPD bei Säuglingen und Kleinkindern darstellen. [10] 

Wissen leicht gemacht – Infografik zur Immunogenität

Welche Rolle spielt Immunogenität bei der Entwicklung von Impfstoffen? Warum wird ein Schutzkorrelat beim Vergleich eines neuen Impfstoffs mit einem früher zugelassenen Impfstoff verwendet? [13] Gibt es unterschiedliche Schwellenwerte für den Schutz vor verschiedenen klinischen Manifestationen von Pneumokokken-Erkrankungen?

Die Auflösung finden Sie in der >>> Infografik

Immunogenität verbessern – Durchbruchserkrankungen reduzieren

Pneumokokken-Konjugatimpfstoffe haben maßgeblich dazu beigetragen, die Krankheitslast von IPD bei Kindern und Erwachsenen zu verringern. Trotzdem bereitet u. a. nach wie vor das Auftreten von Durchbruchserkrankungen Sorgen. [14] Durchbruchserkrankungen bei geimpften Kindern wurden u. a. in Deutschland [6] und Portugal beobachtet [15]. Wie ist das möglich? 

Der Einbezug zusätzlicher Serotypen in bestehende PCV kann zu einer Verringerung der Immunantworten auf einzelne Serotypen führen. [8] Eine geringe Immunogenität gegen spezifische Serotypen oder ein Impfstoffserotypenshift durch Serotypen, die nicht in den Impfstoffen enthalten sind, kann wiederum das Risiko von Durchbruchserkrankungen bei geimpften Kindern erhöhen. [6]  

Beispiele für Serotypen, bei denen trotz Impfung mit PCV13 Durchbruchserkrankungen (akute Otitis media) bei Kindern in Europa und den USA beobachtet wurden, sind die Serotypen 3, 19A und 19F. [16] Daher ist wichtig, dass neue Pneumokokken-Kinderimpfstoffe nicht nur neu auftretende Serotypen abdecken, sondern u. a. auch den Schutz gegen Serotyp 3 verbessern, der zu den häufigsten Auslösern von Durchbruchserkrankungen zählt. [6]

Sie wollen mehr ...

... darüber erfahren, worauf es bei der Weiterentwicklung von Pneumokokken-Kinderimpfstoffen ankommt, um die Krankheitslast weiter reduzieren zu können?

Vor der Verordnung eines Arzneimittels lesen Sie bitte die Fachinformation:

Fachinformation Vaxneuvance®
Fachinformation Pneumovax® 23

‡ Vaxneuvance® wird angewendet bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs Wochen bis < 18 Jahren für die aktive Immunisierung zur Prävention von invasiven Erkrankungen, Pneumonien und akuter Otitis media, die durch Streptococcus pneumoniae verursacht werden. [9]     

Zudem ist Vaxneuvance® indiziert bei Personen ab 18 Jahren zur aktiven Immunisierung zur Prävention von invasiven Erkrankungen und Pneumonien, die durch Streptococcus pneumoniae verursacht werden. [9] Eine Impfung von Erwachsenen mit Vaxneuvance® wird aktuell nicht von der STIKO empfohlen [5] und nicht von den Krankenkassen erstattet [17]. Derzeit ist Pneumovax® 23 der einzige Impfstoff in Deutschland, der die Voraussetzungen der STIKO-Empfehlung für die Pneumokokken-Standardimpfung ab einem Alter von 60 Jahren erfüllt. [5] 

Vaxneuvance® sollte gemäß den offiziellen Impfempfehlungen angewendet werden. [9]  

  1. Robert Koch-Institut (RKI). Schutzimpfung gegen Pneumokokken: Häufig gestellte Fragen und Antworten. Stand: 23.06.2020. Online verfügbar unter: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Pneumokokken/FAQ-Liste_Pneumokokken_Impfen.html [eingesehen am 03.04.2023].
  2. Dagan R. Relationship between immune response to pneumococcal conjugate vaccines in infants and indirect protection after vaccine implementation. Expert Rev Vaccines. 2019;18(6):641-661. DOI: 10.1080/14760584.2019.1627207.
  3. Robert Koch-Institut (RKI). Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;36:351-384.
  4. Løchen A, Croucher NJ, Anderson RM. Divergent serotype replacement trends and increasing diversity in pneumococcal disease in high income settings reduce the benefit of expanding vaccine valency. Sci Rep. 2020;10(1):18977. DOI: 10.1038/s41598-020-75691-5.
  5. Robert Koch-Institut (RKI). Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2023. Epid Bull 2023;4:3-68.
  6. Goettler D et al. Increase in Streptococcus pneumoniae serotype 3 associated parapneumonic pleural effusion/empyema after the introduction of PCV13 in Germany. Vaccine. 2020;38(3):570-577. DOI: 10.1016/j.vaccine.2019.10.056.
  7. Paul-Ehrlich-Institut. Pneumokokken-Impfstoffe. Aktualisiert am 27.04.2023. Online verfügbar unter: https://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfstoffe/pneumokokken/pneumokokken-node.html? [eingesehen am 16.05.2023].
  8. Micoli F et al. Strengths and weaknesses of pneumococcal conjugate vaccines. Glycoconj J. 2023 40(2):135-148. DOI: 10.1007/s10719-023-10100-3.
  9. Fachinformation Vaxneuvance®. Stand April 2023. 
  10. van der Linden M et al. Limited indirect effects of an infant pneumococcal vaccination program in an aging population [published correction appears in PLoS One. 2020;15(1):e0228126]. PLoS One. 2019;14(8):e0220453. DOI: 10.1371/journal.pone.0220453.
  11. Fachinformation Synflorix. Stand September 2021.
  12. Fachinformation Prevenar®. Stand November 2020
  13. Gruber M, Marshall V. Regulation and testing of vaccines. In: Plotkin SA, Orenstein WA, Offitt PA, et al. Plotkin’s Vaccines, 7th edition. Elsevier; 2018;1547-1565.
  14. Ryman J et al. Predicting vaccine effectiveness against invasive pneumococcal disease in children using immunogenicity data. NPJ Vaccines. 2022;7(1):140. DOI: 10.1038/s41541-022-00538-1.
  15. Silva-Costa C et al. Continued Vaccine Breakthrough Cases of Serotype 3 Complicated Pneumonia in Vaccinated Children, Portugal (2016-2019). Microbiol Spectr. 2022;10(4):e0107722. DOI: 10.1128/spectrum.01077-22.
  16. Pichichero M et al. Acute otitis media pneumococcal disease burden and nasopharyngeal colonization in children due to serotypes included and not included in current and new pneumococcal conjugate vaccines. Expert Rev Vaccines. 2023;22(1):118-138. DOI: 10.1080/14760584.2023.2162506.
  17. Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über Schutzimpfungen nach § 20i Absatz 1 SGB V. Zuletzt geändert am 16. März 2023 und in Kraft getreten am 21. April 2023. Online verfügbar unter: https://www.g-ba.de/richtlinien/60/ [eingesehen am 16.05.2023].
  18. Luck JN et al. Sugar-Coated Killer: Serotype 3 Pneumococcal Disease. Front Cell Infect Microbiol. 2020;10:613287. DOI: 10.3389/fcimb.2020.613287.

Impressum:

Verantwortlich
MSD Sharp & Dohme GmbH
Levelingstraße 4a
81673 München
Tel.: 0800 673 673 673
Fax: 089 460 10 10
http: www.msd.de

Geschäftsführung: Kevin Peters (Vorsitzender), Jutta König

Zuständige arzneimittelrechtliche Aufsichtsbehörde:
Regierung von Oberbayern
Maximilianstraße 39
80538 München

Handelsregister München B6194