
Ein Anzeige der Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Luspatercept – eine neue Erstlinien-Therapieoption beim NR-MDS
Für anämische, transfusionsabhängige Patient:innen mit Niedrigrisiko Myelodysplastischen Syndromen (NR-MDS) gibt es mit einer Indikationserweiterung von Luspatercept (Reblozyl®) seit 27. März 2024 eine neue zugelassene Therapieoption für die Erstlinienbehandlung.* [1]
Das Medikament darf nun bereits in der ersten Linie zur Behandlung der transfusionsabhängigen Anämie bei erwachsenen MDS Patient:innen mit sehr niedrigem, niedrigem oder intermediärem Risiko (NR) unabhängig vom Ringsideroblasten-Status eingesetzt werden.* [1]
Diese Indikationserweiterung* basiert auf den Ergebnissen der ersten Phase 3-Vergleichsstudie** COMMANDS zwischen Luspatercept und Epoetin alfa, die auf dem Kongress der ASH 2023 vorgestellt wurden.# [2]
Luspatercept ist ein Erythrozyten-Reifungs-Aktivator, der über mehrere Phasen der Erythropoese wirkt. Der Wirkstoff fördert die Proliferation und Reifung von erythroiden Vorläuferzellen, was zu einer Zunahme der Retikulozyten und Verringerung der Anämie führen kann. [3]
In dem folgenden Video fasst Prof. Dr. Giagounidis, Marienhospital Düsseldorf, die Daten für Sie zusammen.
Transfusionsfreiheit nahezu verdoppelt
Die COMMANDS Studie war eine globale, offene, randomisierte Phase-3-Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit von Luspatercept versus Epoetin alfa zur Behandlung der Anämie bei erwachsenen, transfusionsabhängigen Patient:innen mit Niedrigrisiko-MDS ohne Vortherapie mit Erythropoese-stimulierenden Agenzien. [2,4] Die Patient:innen erhielten Luspatercept, 1,0 mg/kg s. c. alle drei Wochen oder Epoetin alfa, 450 IU/kg s. c. wöchentlich. Falls erforderlich, war eine Auftitration der Dosis in beiden Gruppen möglich.
Die finale Auswertung zeigte, dass Luspatercept Epoetin alfa in den relevanten untersuchten Endpunkten überlegen war. Den primären Endpunkt, Transfusionsfreiheit ≥ zwölf Wochen mit gleichzeitig mittlerem Hämoglobinanstieg ≥ 1,5 g/dl##, erreichten unter Luspatercept 60,4 % der Behandelten im Vergleich zu 34,8 % unter Epoetin alfa, also nahezu doppelt so viele Patient:innen. [2] Drei Viertel der Patient:innen profitierten von Luspatercept. So betrug das erythroide Ansprechen über mindestens acht Wochen im Luspatercept-Arm 74 % vs. 53 % im Vergleichsarm. [2]

Transfusionsfreie Zeit unter Therapie vervierfacht
Unter Luspatercept war auch die transfusionsfreie Zeit signifikant verlängert. [2] So betrug in der gesamten Studienpopulation unter Luspatercept die Zeit bis zur nächsten Transfusion 168 Tage im Vergleich zu 42 Tagen unter Epoetin alfa. Dies bedeutet eine Vervierfachung der transfusionsfreien Zeit mit Luspatercept (p< 0,0001). Studienteilnehmer:innen, die mindestens über zwölf Wochen transfusionsfrei waren, blieben unter Luspatercept im Median 126,6 Wochen, d. h. 2,5 Jahre transfusionsfrei und damit deutlich länger als unter Epoetin alfa (Median 89,7 Wochen). [2]

Gute Verträglichkeit bestätigt
Die aus den Interimsdaten bekannte Verträglichkeit von Luspatercept wurde in der Finalauswertung bestätigt. [2,4] Unerwünschte Ereignisse (UEs) waren meist leicht oder mäßig (Schweregrad 1 oder 2) ausgeprägt. Die häufigsten UEs unter Luspatercept bei NR-MDS waren Fatigue, Diarrhoe, peripheres Ödem und Bluthochdruck. [4] Schwerwiegende UEs (Grad 3–4) traten in der Luspatercept- und Epoetin-Gruppe vergleichbar häufig auf. [4]
Die wichtigsten Informationen zur COMMANDS Studie und deren finale Ergebnisse
Mit der Indikationserweiterung von Luspatercept steht ab sofort eine sehr interessante neue Erstlinienoption für die Behandlung der transfusionsabhängigen Anämie von erwachsenen Niedrigrisiko-MDS Patient:innen zur Verfügung.
Hier alle wichtigen Informationen rund um Luspatercept
* REBLOZYL® wird angewendet bei Erwachsenen für die Behandlung von transfusionsabhängiger Anämie aufgrund von myelodysplastischen Syndromen (MDS) mit sehr niedrigem, niedrigem oder intermediärem Risiko. [1]
** Bei NR-MDS und transfusionsabhängiger Anämie.
# COMMANDS: Globale, offene, randomisierte Phase-3-Studie zum Vergleich der Wirksamkeit und Sicherheit von Luspatercept mit Epoetin alfa zur Anämie-Behandlung von erwachsenen, transfusionsabhängigen, ESA-naiven NR-MDS-Patient:innen. [2]
## ≥ 1,5 g/dL entspricht ≥ 0,932 mmol/L
- Fachinformation REBLOZYL®, aktueller Stand.
- Garcia-Manero G, et al. Efficacy and Safety of Luspatercept Versus Epoetin Alfa in Erythropoiesis-Stimulating Agent (ESA)-Naive Patients (Pts) with Transfusion-Dependent (TD) Lower-Risk Myelodysplastic Syndromes (LR-MDS): Full Analysis of the COMMANDS Trial. Blood. 2023;142(Supplement 1):193-193.
- Hayati S, et al. Luspatercept Modulates Inflammation in the Bone Marrow, Restores Effective Erythropoiesis/Hematopoiesis, and Provides Sustained Clinical Benefit Versus Epoetin Alfa (EA): Biomarker Analysis from the Phase 3 COMMANDS Study. Blood. 2023;142(Supplement 1):1845-1845.
- Platzbecker U, et al. Efficacy and safety of luspatercept versus epoetin alfa in erythropoiesis-stimulating agent-naive, transfusion-dependent, lower-risk myelodysplastic syndromes (COMMANDS): interim analysis of a phase 3, open-label, randomised controlled trial. Lancet. 2023;402(10399):373-385.

Impressum
Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Arnulfstraße 29,
80636 München,
Briefanschrift: 80632 München
www.bms.com/de
Registergericht München HRB 154472
Vorsitzende des Aufsichtsrates: Catherine Owen
Persönlich haftender Gesellschafter: Bristol-Myers Squibb Verwaltungs GmbH mit Sitz in München
Registergericht München HRB 149502
Geschäftsführung: Neil Archer
2007-DE-2400043