Ein Content-Angebot gesponsert von der MSD Sharp & Dohme GmbH

Kinder in den ersten beiden Lebensjahren sind besonders gefährdet für schwer verlaufende Pneumokokken-Erkrankungen. [1] Hier erfahren Sie, wie es um den Pneumokokken-Impfschutz von Kindern ≤ 2 Jahren und um die Pneumokokken-Fallzahlen steht.

Invasive Pneumokokken-Erkrankungen: Steigende Infektionszahlen

In Deutschland wurde zwischen Dezember 2022 und März 2023 ein starker Anstieg der IPD-Fallzahlen hauptsächlich bei Kindern im Alter von 2 bis 4 Jahren beobachtet mit einer ungewöhnlich hohen Prävalenz von PCV13-Serotypen. [2] Allerdings war im März 2023 das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, denn bis Ende 2023 stieg die Anzahl der invasiven S. pneumoniae Isolate, die beim Referenzzentrum für Streptokokken in Aachen eingingen, weiter an. [3]

Im Kontext der gestiegenen Infektionszahlen weist das Robert Koch-Institut darauf hin, dass u. a. die Vervollständigung der Impfungen gegen Pneumokokken und Influenza entsprechend den aktuellen STIKO-Empfehlungen das Infektionsrisiko verringern kann. [4]

Besonders gefährdet für schwer verlaufende Pneumokokken-Erkrankungen sind u. a. Kinder in den ersten beiden Lebensjahren. [1] Doch wo stehen wir tatsächlich im Hinblick auf den Impfschutz von Kindern im Alter von ≤ 2 Jahren?

Realitäts-Check: Impfstatus von Kindern ≤ 2 Jahren

Aufgrund der besonderen Gefährdung in der frühen Kindheit ist es wichtig, dass die empfohlenen Impfungen für Säuglinge möglichst frühzeitig erfolgen und spätestens bis zum Alter von 15 Monaten abgeschlossen sind. Daher empfiehlt die STIKO die Pneumokokken-Impfung bei reifgeborenen Säuglingen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten (Frühgeborene [vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren] erhalten eine zusätzliche Impfdosis im Alter von 3 Monaten). [5]

Doch im Realitäts-Check wird deutlich: Viele Kinder werden nicht nur zu spät, sondern auch nicht vollständig geimpft. Die Pneumokokken-Impfquoten zeigen, dass rund ein Viertel der Kinder bis zum 2. Geburtstag nicht ausreichend gegen Pneumokokken geimpft war. [6] Dazu kommt, dass Frühgeborene laut Real-World-Daten oft nach dem 2+1-Schema gegen Pneumokokken geimpft wurden statt nach dem empfohlenen 3+1-Impfschema (Geburtsjahrgang 2018, n = 2.548 Frühgeborene; n = 50.484 Reifgeborene; Follow-up: 24 Monate). Etwa die Hälfte der Reifgeborenen und 32 % der Frühgeborenen erhielten ihre Boosterdosis nicht zeitgerecht. 15 % der reifgeborenen und 49 % der frühgeborenen Kinder erhielten gar keine Boosterdosis. [7]

  1. Jeder Arztbesuch ist eine Gelegenheit dafür, den Impfstatus zu überprüfen und fehlende Impfungen nachzuholen. [5]
  2. Es ist sinnvoll, auch die Immunantwort nach der Grundimmunisierung (Dosis 1 und 2) als wichtigen Faktor zu berücksichtigen.

STIKO-Empfehlungen zur Säuglingsimpfung gegen Pneumokokken

Das vorrangige Ziel der Impfung aller Kinder gegen Pneumokokken ist es, die Morbidität von IPD und die daraus entstehenden Folgen wie Hospitalisierung, Behinderung und Tod zu vermindern. Zur Vorbeugung von Pneumokokken-Erkrankungen empfiehlt die STIKO u. a. die generelle Säuglingsimpfung gegen Pneumokokken im Alter von 2, 4 und 11 Monaten (reifgeborene Kinder) mit einem Pneumokokken-Konjugatimpfstoff (PCV) (wie z. B. VAXNEUVANCE®). Reifgeborene Säuglinge werden nach einem 2+1-Impfschema gegen Pneumokokken geimpft, frühgeborene Säuglinge (Geburt vor der 37. Schwangerschaftswoche) nach einem 3+1-Schema (im Alter von 2, 3, 4 und 11 Monaten). [5]

Die Immunogenität eines Impfstoffs, wie z. B. eines PCV, ist die Fähigkeit, eine messbare Immunantwort (auf enthaltene Serotypen) hervorzurufen. Das Immunsystem kann so dabei unterstützt werden, Pneumokokken-Erkrankungen zu vermeiden. Deshalb wäre es wünschenswert, dass ein PCV bereits nach der Grundimmunisierung eine starke Immunantwort hervorruft.

Pneumokokken-Konjugatimpfstoffe unterscheiden sich hinsichtlich der Stärke der Immunantwort. [8] Was das bedeuten kann, lesen Sie hier!

  1. Robert Koch-Institut (RKI). Schutzimpfung gegen Pneumokokken: Häufig gestellte Fragen und Antworten. Stand: 22.11.2023, Im Internet: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Pneumokokken/FAQ-Liste_Pneumokokken_Impfen.html; Stand: 11.03.2024
  2. Van der Linden M und Itzek A. SARS-COV-2 PANDEMIC INDUCED CHANGES IN SEROYPE PREVALENCE AMONG CHILDREN WITH INVASIVE PNEUMOCOCCAL DISEASE (IPD) IN GERMANY. European Society for Paediatric Infectious Diseases (ESPID) 2023; 08.–12. Mai 2023 in Lissabon und virtuell. ePoster
  3. Referenzlabor für Streptokokken Aachen. Spezies kumulativ pro Monat. Stand 06.03.2024. Im Internet: https://www.ukaachen.de/kliniken-institute/institut-fuer-medizinische-mikrobiologie/forschung/nationales-referenzzentrum-fuer-streptokokken/publikationen/surveillance/; Stand: 11.03.2024
  4. Robert Koch-Institut (RKI). Update: Anstieg bakterieller Infektionen durch Gruppe-A-Streptokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae in Deutschland seit Ende 2022. Epid Bull 2023; 8: 1–44
  5. Robert Koch-Institut (RKI). Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2024. Epid Bull 2024; 4: 1–72
  6. Robert Koch-Institut (RKI). Impfquoten von Kinderschutzimpfungen in Deutschland – aktuelle Ergebnisse aus der RKI-Impfsurveillance. Epid Bull 2022; 48: 3–25
  7. Schley K et al. Did the change of the vaccination schedule effect pneumococcal conjugate vaccination compliance and adherence of premature and mature born infants in Germany? Answers from a claims database analysis. Vaccine. 2023; 41(28): 4081–4091
  8. Ryman J et al. Predicting vaccine effectiveness against invasive pneumococcal disease in children using immunogenicity data. NPJ Vaccines. 2022; 7(1): 140. DOI:10.1038/s41541-022-00538-1

DE-PVC-00207 04/24

Impressum

MSD Sharp & Dohme GmbH
Levelingstraße 4a
81673 München

Tel.: 0800 673 673 673
Fax: 089 460 10 10
https://www.msd.de

Geschäftsführung: Kevin Peters (Vorsitzender), Jutta König 

Zuständige arzneimittelrechtliche Aufsichtsbehörde:
Regierung von Oberbayern
Maximilianstraße 39
80538 München

Handelsregister München B6194
Umsatzsteuer-Identifikationsnr.: DE129420354