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Die meisten Patienten mit Colitis ulcerosa leiden unter einer milden bis moderaten Form der chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED). Eine definitive Heilung der Erkrankung ist bislang nicht möglich. Die Patienten sind daher langfristig auf eine effektive und zugleich nebenwirkungsarme Therapie angewiesen. Das stellt die behandelnden Ärzte in der täglichen Praxis vor Herausforderungen.

Mit der leitliniengerechten Basistherapie mit Mesalazin lassen sich ausreichend hohe Wirkstoffkonzentrationen an die entzündete Dickdarmschleimhaut bringen und hohe Remissionsraten erzielen. [1] Dazu stehen verschiedene rektale und orale Galeniken und Dosierungen zur individuellen Therapie zur Verfügung. Neben einer leitliniengerechten Therapie sollten aber auch immer die persönlichen Wünsche der Patienten berücksichtigt werden.

„Eine besondere Chance in der Therapie der Colitis ulcerosa liegt darin, dass wir über eine Basistherapie verfügen. Dazu gehört in erster Linie Mesalazin“, war auch das Fazit von PD Dr. Irina Blumenstein, Frankfurt am Main, bei einer Online-Veranstaltung für Fachjournalisten im Juni 2021.

Colitis ulcerosa: S3-Leitlinie betont die Bedeutung etablierter Therapeutika

In den vergangenen Jahren kamen immer wieder neue Therapeutika zur Behandlung der CED auf den Markt. Welche dieser Therapien können sich jedoch in der Praxis etablieren? Darauf geht auch die S3-Leitlinie zur Colitis-ulcerosa-Therapie ein. [2] Durch das Prinzip der „Living Guidelines“ wird der Stellenwert der neuen und alten Therapeutika einmal jährlich durch eine Leitlinien-Konsensusgruppe bewertet. Was der Vorteil daran ist, erläutert uns Mitautor Prof. Torsten Kucharzik vom Klinikum Lüneburg im Video-Interview. Außerdem spricht er über Standard-Therapien und deren Stellenwert in der klinischen Praxis.

Hier können Sie das Video mit Prof. Kucharzik ansehen.

Zusammenfassung für die Praxis:

  • Konsequent die Möglichkeiten der Basistherapie bei der Behandlung der milden bis moderaten Colitis ulcerosa nutzen.
  • Mesalazin als Mittel der ersten Wahl bei Colitis ulcerosa einsetzen. Es bewirkt eine klinische und endoskopische Remission in der Mehrzahl der Patienten und senkt das Risiko für ein Kolonkarzinom.
  • Die Behandlung an die Bedürfnisse des Patienten anpassen und dabei das gesamte Portfolio an oralen (magensaftresistentes Granulat oder Tabletten) und rektalen (Suppositorien, Klysmen, Schäume) Darreichungsformen für eine individuelle Therapie nutzen.
  • Falls die Gabe von Steroiden erforderlich ist, möglichst das topisch wirksame Budesonid wählen.
  • Bei ausgedehntem Dickdarmbefall durch Kombination von oraler und rektaler Mesalazin-Gabe das Therapieansprechen steigern.
  • Adhärenz der rektalen Therapie durch umfassende Aufklärung der Patienten verbessern.

Da Mesalazin schon im oberen Gastrointestinaltrakt aufgenommen und inaktiviert wird, muss der Wirkstoff geschützt an den Ort der Entzündung gebracht werden, die bei der Colitis ulcerosa immer auch im distalen Dickdarm lokalisiert ist. Bei modernen Mesalazin-Präparaten wie Salofalk® Granu-Stix® wird dies durch eine innovative Formulierung erreicht. Das Mesalazin-Granulat gewährleistet durch seine Zwei-Komponenten-Galenik eine gezielte und gleichmäßige Wirkstofffreisetzung im gesamten Dickdarm. Die äußere Hülle der Pellets besteht aus einem magensaftresistenten Eudragit L-Überzug. Die Wirkstofffreisetzung erfolgt ab einem pH-Wert von ≥6,0, beginnend im terminalen Ileum [3].

Durch die Einbettung des Wirkstoffs in einen Polymer-Matrix-Kern wird das Mesalazin protrahiert und gleichmäßig über den gesamten Dickdarm bis ins distale Kolon freigesetzt. Die Pellet-Formulierung der Salofalk® Granu-Stix® ermöglicht zudem eine deutliche Oberflächen-Vergrößerung (3 g entsprechen 3.500 Pellets mit einer Oberfläche von 16.000 mm2) und sorgt so für eine besonders zuverlässige und gleichmäßige Freisetzung. Dies spiegelt sich in einer überlegenen klinischen Wirksamkeit des Mesalazin-Granulats gegenüber Mesalazin-Tabletten bei Entzündungen im distalen Dickdarm wider. So erreichen mit der einmal täglichen Einnahme von 3 g Mesalazin-Granulat (Salofalk® Granu-Stix®) signifikant mehr Patienten mit akuter Proktosigmoiditis innerhalb von acht Wochen eine klinische Remission als unter Mesalazin-Tabletten. [1}

Weiterführende Informationen, Veranstaltungsberichte und Expertenvideos finden Sie hier.

  1. Leifeld et al. Aliment Pharmacol Ther 2011; 34:1115–22
  2. Kucharzik et al. Z Gastroenterol 2020; 58:e241-e345
  3. Brunner et al. Aliment Pharmfacol Ther 2003; 17(9):1163–9
     

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