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Jedes Jahr erkranken rund 500.000 Menschen in Deutschland an Krebs. Neben der eigentlichen operativen, radiotherapeutischen oder chemischen Bekämpfung der Krebsart zählt die Bewegungstherapie zu den essenziellen Bausteinen einer erfolgreichen vollumfänglichen Krebsbehandlung, wie es zahlreiche Studien inzwischen untermauern.

Ein individuell erstelltes Ausdauer- oder Krafttraining kann durch im Themenbereich der Onkologie adäquat geschulte Therapeuten positiv auf die Heilung des Patienten einwirken und die tumor- wie therapiebedingten Nebenwirkungen effektiv lindern. Je nach Vorliebe des Patienten kann dies in speziellen Bewegungsgruppen oder einzeln an Geräten erfolgen. Beispielsweise wirkt das Training mit einem qualifizierten Bewegungstherapeuten:

  • symptomlindernd bei Patienten mit Lymphödemen der oberen Extremität und sorgt für eine substanzielle Reduzierung des Ödemrisikos (z.B. bei Brustkrebs);
  • beeinflusst sehr positiv cancer related fatigue (CRF), eine der häufigsten Tumor- und therapieassoziierten Nebenwirkungen;
  • reduziert Inkontinenzprobleme nach der OP bei urologischen/gynäkologischen Tumoren (präventives Beckenbodentraining);
  • minimiert sogar Komplikationswahrscheinlichkeit und Hospitalisierungsdauer nach einer Krebsoperation, wenn das Training direkt nach der Diagnose und vor Therapiebeginn aufgenommen wird.

Zudem wirkt sich das körperliche Training positiv auf eine depressive Stimmung, Ängstlichkeit und die subjektiv wahrgenommene Lebensqualität aus. Die Ausdauer und Muskelkraft kann erhalten oder verbessert werden, um Alltägliches wie Treppensteigen, das Tragen von Einkäufen oder einen längeren Fußweg wieder besser zu bewältigen.

Bei der Begleitung von Krebspatienten ist es besonders wichtig, einen individuellen Trainingsplan auszuarbeiten. Erfahren Sie mehr

In Anbetracht der enormen Komplexität einer onkologischen Erkrankung ist eine adäquate Betreuungsqualität notwendig, um eine Fehl-, Unter- und Überversorgung zu vermeiden. Für die Betroffenen selbst ist es außerordentlich wichtig, dass der betreuende Trainer weiß, was sie gerade durchmachen und ihr Befinden im Kontext der Bewegungstherapie interpretieren kann. Eine Zusatzausbildung in der onkologischen Sport- und Bewegungstherapie ist daher dringend erforderlich.

Um Patienten zur Bewegung zu motivieren, ist es wichtig mögliche Barrieren zu reduzieren und Patienten einen einfachen Zugang zur Bewegungsprogrammen zu ermöglichen. Aus diesem Bedarf heraus wurde das Netzwerk OnkoAktiv e.V. am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg geschaffen. Eckpfeiler der Bewegungstherapie am NCT ist das täglich angebotene Krafttraining. Dank der innovativen Technologie der eingesetzten Krafttrainingsgeräte der Firma HUR wird eine optimale Betreuung der Patienten gewährleistet.

Erfahren Sie mehr zu den Voraussetzungen für das Training mit Krebspatienten hier