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Eine Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus – kurz HIV – kann nach meist mehrjährigem symptomfreiem Verlauf die Erkrankung AIDS auslösen. AIDS steht für acquired immune deficiency syndrome (erworbenes Immunschwächesyndrom). Damit ist die zunehmende Zerstörung des menschlichen Immunsystems infolge von HIV gemeint. Die Begriffe HIV (Krankheitserreger) und AIDS (Krankheit) sind also nicht gleichzusetzen: Nicht jeder Mensch, der „HIV-positiv“ ist, erkrankt auch an AIDS.

Bleibt die HIV-Infektion jedoch unbehandelt, setzt das Virus eine Zellpopulation außer Gefecht, die eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern spielt: Die T-Helferzellen. Insbesondere die Antigenerkennung der CD4-positiven T-Zellen wird dadurch gestört [1]. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium kann sich der Körper daher nicht mehr gegenüber Viren, Bakterien, Pilzen und Parasiten zur Wehr setzen. HIV schafft also selbst die optimalen Rahmenbedingungen, um sich im Körper des Infizierten zu vermehren.

Im Jahr 2019 lebten in Deutschland nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts etwa 90.000 Betroffene mit einer HIV-Infektion. Darin einberechnet ist eine mutmaßliche Dunkelziffer von rund 10.000 Menschen, die das Virus unwissentlich in sich tragen [2].

Frühe Diagnose eröffnet gute Therapiemöglichkeiten

Die Übertragung von HIV ist u. a. durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma oder Muttermilch möglich [3]. Meist treten wenige Wochen nach der Infektion Symptome wie Kopf- und Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit, geschwollene Lymphknoten oder nächtliches Schwitzen auf [4]. Eine HIV-Infektion kann daher leicht mit einem grippalen Infekt verwechselt werden. 

Besonders tückisch ist, dass sich HIV nach dem Abklingen dieser Frühsymptome über viele Jahre hinweg nahezu unbemerkt im Körper vermehrt. Erst nach dieser sogenannten Latenzphase macht sich die schleichend fortschreitende Schädigung des Immunsystems bemerkbar [5]. Mit Blick auf die heute guten Behandlungsmöglichkeiten ist eine möglichst frühe Diagnose essenziell, um den Spätfolgen der Infektion entgegenzusteuern.

Diese Infothek stellt interessierten Lesern ein Kompendium an Informationen rund um das Thema HIV bereit: Hintergrundwissen zur Erkrankung, Experteninterviews, Materialien für die tägliche Praxis und das Arzt-Patienten-Gespräch sowie Einblicke in aktuelle Beiträge aus Wissenschaft und Forschung.

Erfahren Sie mehr zu HIV-positiven Patienten in der internistischen Praxis.

Behandelt werden folgende Themen:

  • frühzeitige Diagnose einer HIV-Infektion
  • Klarheit durch Tests
  • Kommunikation als Erfolgsrezept
  • die Betreuung HIV-positiver Patienten
  • Wissenswertes für medizinisches Fachpersonal

Erfahren Sie mehr zu dem Thema HIV in der Zahnmedizin. Folgende Punkte werden behandelt:

  • Frühzeitige Identifikation von HIV-Infektionen
  • Behandlung von HIV-Patienten
  • Sofortmaßnahmen zur Minimierung des Risikos

Erfahren Sie mehr zu dem Thema HIV in der Urologie. Unter anderem werden folgende Punkte behandelt:

  • HIV in Deutschland
  • Therapie als Prävention
  • Präexpositionsprophylaxe (PrEP)
  • HIV-Screening in der urologischen Praxis
  • Was geschieht nach der Diagnose?
  • Urologische Aspekte bei der Versorgung von HIV-positiven Patienten

Erfahren Sie mehr zu dem Thema HIV in der Gynäkologie. Unter anderem werden folgende Themen behandelt:

  • Frauen als unterschätzte Risikogruppe
  • Wer sollte einen HIV-Test erhalten?
  • Was geschieht nach der Diagnose?

Lesen Sie die neusten wissenschaftlichen Beiträge.

[1] Dourek DC et al. Annu Rev Immunol 2003; 21: 265-304

[2] HIV/AIDS in Deutschland. Epidemiologische Kurzinformation des Robert Koch-Instituts, Stand: Ende 2019. Im Internet: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/Eckdaten/EckdatenDeutschland.pdf?__blob=publicationFile Abgerufen am 20.08.2021

[3] Shaw GM et al. Cold Spring Harbor perspectives in medicine 2021; 2: a00695

[4] Justiz Vaillant AA et al. HIV Disease Current Practice. In StatPearls. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing Copyright  © 2021, StatPearls Publishing LLC.; 2021. Approved for Use

[5] Simon V et al. Lancet 2006; 368: 489-504