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Deucravacitinib (SOTYKTU®) ist der erste und einzige zugelassene Inhibitor der Tyrosinkinase 2 (TYK2), eines zentralen Enzyms in der Pathogenese der Psoriasis.[1, 2]

Der Wirkstoff hemmt sehr spezifisch die Signaltransduktionskaskade bestimmter proinflammatorischer Zytokine, wie IL-12, IL-23 und Typ 1 Interferon, und wirkt damit immunmodulierend. TYK2 reguliert Funktionen innerhalb des Immunsystems. Dadurch werden potenzielle unerwünschte Effekte durch Deucravacitinib auf andere Organsysteme oder Stoffwechselwege umgangen. [3] Deucravacitinib ist seit März 2023 in der EU als Erstlinientherapie zur systemischen Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zugelassen.

Gute, langanhaltende Wirksamkeit

Die Zulassung beruht auf den Daten der beiden Phase-III-Studien POETYK PSO-1 und PSO-2, in denen jeweils die Wirksamkeit und Sicherheit von Deucravacitinib im Vergleich zu Placebo und Apremilast bei Patient*innen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersucht wurde. [4,5]

In diesen Studien erreichten unter Deucravacitinib signifikant mehr Patient*innen ein PASI 75- und PASI 90-Ansprechen als unter Apremilast oder Placebo. So lagen in der Studie POETYK PSO-1 die PASI 75- bzw. PASI 90-Ansprechraten nach 24 Wochen unter Deucravacitinib bei 69 % bzw. 42 % im Vergleich zu 38 % bzw. 22 % unter Apremilast (p<0,0001). [4] In der Langzeitextensionsstudie POETYK PSO-LTE konnte die langanhaltende Wirksamkeit von Deucravacitinib bestätigt werden: [6] Nach 148 Wochen wiesen unter Deucravacitinib 79 % der Behandelten ein PASI 75- und 53 % ein PASI 90-Ansprechen auf.

Auch bei besonderen Lokalisationen wirksam    

Auch Patient*innen, bei denen besondere Lokalisationen betroffen waren (Ausgangswert für ss-PGA, PGA-F oder pp-PGA von ≥ 3), profitierten in der Studie POETYK PSO-1 von der Gabe des TYK2-Inhibitors. [1, 4, 7] So hatten nach 4 Wochen der Deucravacitinib-Behandlung bereits 26 % der Patient*innen eine nahezu erscheinungsfreie Kopfhaut, und bis Woche 24 hatte sich der Anteil auf 72 % erhöht. Ebenso wurde bei jeweils rund der Hälfte der Betroffenen mit palmoplantarem (56 % nach 16 Wochen) oder Nagelbefall (47 % nach 52 Wochen) mit Deucravacitinib nahezu Erscheinungsfreiheit erreicht. [7]

Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil auf Placeboniveau

In den Phase-III-Studien (POETYK PSO-1, PSO-2 und PSO-LTE) war das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von Deucravacitinib nach 16 Wochen vergleichbar mit dem von Placeboa und die Rate der Therapieabbrüche aufgrund unerwünschter Ereignisse war niedrig. [4, 5] Auch nach einem Jahr lagen die häufigsten unerwünschten Ereignisseb – mit Ausnahme von Nasopharyngitis – auf Placeboniveauc. Aus den gepoolten Studiendaten der drei Phase-III-Studien POETYK PSO-1, PSO-2 und PSO-LTE liegen für Deucravacitinib inzwischen Sicherheitsdaten für mehr als 1500 behandelte Patient*innen über knapp 3 Jahre vor (annähernd 3300 Patient*innenjahre). [1, 6] Diese Daten bestätigen das gute Sicherheitsprofil von Deucravacitinib. So zeigten sich über diesen Zeitraum keine neuen Sicherheitssignale und die Inzidenzraten unerwünschter Ereignisse waren stabil und niedrig. Bisher gibt es keine Anzeichen für eine erhöhte Rate an thromboembolischen, kardialen oder malignen Ereignissen.

Einfache Anwendung überzeugt

Deucravacitinib wird als Tablette 1x täglich, unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. [1]

Dabei ist keine körpergewichtsadaptierte Dosierung erforderlich. Auch das Therapiemanagement gestaltet sich unkompliziert: Nach einem Tuberkulose-Screening vor Beginn der Behandlung sind keine weiteren Laborüberwachungen oder Dosisanpassungen unter Therapie erforderlich. Bisher sind keine klinisch relevanten Medikamentenwechselwirkungen bekannt. [1]

Aufgrund dieses hervorragenden Wirksamkeits- und Sicherheitsprofils bei einfacher Anwendung ist Deucravacitinib ein idealer Start in die Systemtherapie.

Begleitendes Videomaterial zum Wirkmechanismus von Deucravacitinib finden Sie hier: https://www.bms-immuno-dermatologie.de/protected/plaque-psoriasis-pathogenese.secured

 

Hier alle wichtigen Informationen rund um den ersten und bislang einzigen zugelassenen TYK2-Inhibitor:

SOTYKTU® | BMS-Immunologie

Link zur Fachinformation: SOTYKTU® 6 mg Filmtabletten (b-ms.de)

a In Bezug auf die häufigsten berichteten Nebenwirkungen (≥5 % in einem der Behandlungsarme) und mit Ausnahme der Infektionen der oberen Atemwege.
b ≥ 5 % in einem der Behandlungsarme
c Bezogen auf EAIR (exposure-adjusted incidence rate) pro 100 Patient*innenjahre

  1. Fachinformation SOTYKTU®, aktueller Stand.
  2. Ghoreschi K et al. J Dtsch Dermatol Ges. 2021; 19: 1409-1420. doi:10.1111/ddg.14585.
  3. Burke JR et al. Sci Transl Med. 2019; 11: eaaw1736. doi:10.1126/scitranslmed.aaw1736
  4. Armstrong AW et al. J Am Acad Dermatol. 2023; 88: 29-39. doi:10.1016/j.jaad.2022.07.002.
  5. Strober B et al. J Am Acad Dermatol. 2023; 88: 40-51. doi:10.1016/j.jaad.2022.08.061.
  6. Armstrong AW et al. EADV 2023; Präsentation FC02.07
  7. Blauvelt A et al. Maui Derm for Dermatologists 2022; Posterpräsentation

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