Optimierte Therapie mit Indapamid-haltigen Fixkombinationen

Die Hypertonie und ihre Folgeerkrankungen gehören in Deutschland zu den Haupttodesursachen, weshalb eine gute Einstellung des Blutdrucks essenziell ist. [1] Dennoch schätzt man, dass in Deutschland bei etwa der Hälfte der Hypertonie-Patienten der Blutdruck nicht ausreichend kontrolliert ist. Zu den Hauptgründen gehören mangelnde Adhärenz sowie unzureichende Umsetzung der empfohlenen Blutdruckziele. [2, 3]


Empfehlung für Fixkombinationen ab Hypertonie Grad 2
Die meisten Hypertonie-Patienten benötigen mehr als ein Antihypertensivum, ein Drittel benötigt sogar drei antihypertensive Wirkstoffe. [4] Daher empfehlen die Experten in der aktuellen Fassung der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) Hypertonie von 2023, bereits ab einer Hypertonie Grad 2 mit einer fixen Kombinationstherapie zu behandeln. [5] Denn es hat sich gezeigt, dass Fixkombinationen im Vergleich zur Kombination von einzelnen Wirkstoffen Vorteile in Hinblick auf Einnahmetreue, Blutdrucksenkung und Mortalität aufweisen. [6]

Effektive Kombinationen mit Indapamid
Bei einer leitliniengerechten Therapie sind Diuretika, insbesondere thiazidartige wie Indapamid, neben ACE-Hemmern, ARB und CCB ein wichtiger Baustein der Hypertonie-Behandlung. Kombinationspräparate mit einem Diuretikum enthielten früher fast ausschließlich Hydrochlorothiazid (HCT). Seit einigen Jahren stehen auch Zwei- und Dreifachkombinationen mit Indapamid zur Verfügung. Indapamid ist ein thiazidartiges Diuretikum, dessen blutdrucksenkende Wirkung primär auf der effektiven Senkung des Gefäßwiderstands und nicht der Diurese beruht. Zudem besitzt Indapamid gegenüber HCT eine längere Halbwertszeit und ein günstigeres metabolische Profil. [7, 8] Es beeinflusst weder den Lipidstoffwechsel noch den Glukosestoffwechsel, auch nicht bei diabetischen Hypertonikern. [7, 8] Indapamid beeinträchtigt nicht die Nierenfunktion und kann die Mikroalbuminurie verringern. [9]
So zeigten Studienauswertungen, dass mit Indapamid eine stärkere Senkung des systolischen Blutdrucks erfolgte als mit HCT, wodurch signifikant mehr Patienten den Blutdruck-Zielbereich erlangten. [10, 11] Da thiazidartige Diuretika eine bessere antihypertensive Wirkung als Thiazide zeigten, wird in der NVL 2023 empfohlen, thiazidartige Diuretika, wenn möglich, bevorzugt einzusetzen. [5]
Die richtige Fixkombinationen für jeden Patienten
Für den patientenindividuellen Bedarf gibt es unterschiedliche Indapamid-Kombinationen. So ist die Kombination aus Perindopril, Amlodipin und Indapamid (VIACORIND®) die einzige derzeit verfügbare Dreifach-Kombination mit Indapamid. [12] Sie senkt bei vorbehandelten Patienten zuverlässig und über 24 Stunden den Blutdruck und verbessert nachweislich die Schlafqualität der Patienten. [13, 14] Aufgrund dessen und der sehr guten Verträglichkeit führte die Anwendung dieser Dreifach-Kombination in einer klinischen Studie auch zur Steigerung der Adhärenz. [15]
Auch Patienten, die zwei Antihypertensiva benötigen, können mit einer Indapamid-haltigen Fixkombination mit einer Tablette täglich behandelt werden. So kann mit der RAAS-Inhibitor-freien Kombination aus Indapamid und dem Calciumkanal-Antagonisten Amlodipin (Natrixam®) eine Blutdrucksenkung von bis zu 30 mmHg erzielt werden. [16, 17] Beide Komponenten dieser gut verträglichen Fixkombination wirken über 24 Stunden, sind metabolisch neutral und verursachen seltener Ödeme als HCT-Kombinationen.
Für Hypertonie-Patienten mit Diabetes, Adipositas oder metabolischem Syndrom gibt es ebenfalls mit Bipreterax®N in unterschiedlichen Dosierungen eine Zweifachkombination mit Indapamid. [18] Die Umstellung dieser schwer kontrollierbaren Patienten auf die Fixkombination aus Perindopril und Indapamid führte gegenüber den Einzelsubstanzen zu einer schnelleren und effektiveren Blutdrucksenkung bzw. -kontrolle bei gleichzeitigem Nierenschutz. [18, 19]
Somit stehen für jeden Patienten gut verträgliche und hochwirksame Fix-Kombinationen zur Verfügung, unabhängig vom Stadium der Erkrankung und etwaigen Begleiterkrankungen.
Hier geht eszu den Pflichtexten
Deutsche Hochdruckliga; Im Internet: www.hochdruckliga.de; Stand: 14.05.2024
Strauch B et al. J Hypertens. 2013; 31: 2455–2461
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Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie – Version 1.0. 2023. DOI:10.6101/AZQ/000502. Im Internet: www.leitlinien.de/hypertonie; Stand: 14.05.2024
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Borghi C et al. 29th Meeting der Intern. Soc. of Hypertension, Kyoto 2022; Poster PS-BPC07-5
Fachinformation Natrixam®, Stand Februar 2023
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Fachinformation Bipreterax®N, Stand Mai 2022
Netchessova T et al. High Blood Press Cardiovasc Prev. 2014; 21: 63–69

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