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Neue Zweifach-Kombination mit Indapamid ermöglicht einfachere Hypertonie-Behandlung
Man schätzt, dass in Deutschland bei etwa der Hälfte der Hypertonie-Patienten der Blutdruck nicht ausreichend kontrolliert ist, was mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko einhergeht. [1] Ebenso geht man davon aus, dass ungefähr die Hälfte aller Schlaganfälle und Herzinfarkte vermeidbar wäre, wenn bei den Betroffenen die Hypertonie rechtzeitig effektiv behandelt würde. [1] Die Gründe für die erschreckend schlechte Blutdruckkontrolle sind vielfältig und mangelnde Adhärenz ist eine der Ursachen. [2] Aber auch bei denjenigen Patienten, die ihre Tabletten wie verordnet einnehmen, werden die empfohlenen Zielwerte häufig nicht erreicht. [3]

Viele Patienten benötigen mehr als einen Blutdrucksenker
Im Schnitt ist für die optimale Einstellung des Blutdrucks eine Kombination von 2-3 Wirkstoffen erforderlich, so das Ergebnis mehrerer Hypertonie-Studien. Entsprechend empfehlen die Experten der Europäischen Fachgesellschaften ESC und ESH in ihren Leitlinien, bereits ab einer Hypertonie Grad 1 mit einer dualen Therapie zu starten, idealerweise in fixer Kombination. [4] Diese kommen vorzugsweise aus zwei der vier Substanzklassen: ACE-Hemmer, AT1-Blocker, Calciumantagonisten und Diuretika. Hintergrund für die Empfehlung von Fixkombinationen sind die höhere Einnahmetreue, eine höhere Blutdruckkontrollrate und letztlich der bessere Outcome der Patienten unter Fixkombinationen im Vergleich zur freien Kombination der Präparate. [5]
Auf die Kombination kommt es an
Bisherige Zweifachkombinationen mit einem Diuretikum enthielten fast ausschließlich Hydrochlorothiazid (HCT). Jetzt steht neuerdings auch eine Zweifachkombination mit Indapamid und dem Calciumantagonisten Amlodipin zur Verfügung. Indapamid weist gegenüber HCT einige wichtige Vorteile auf: Es besitzt eine lange Halbwertszeit, was bei Einmalgabe eine effektive Blutdrucksenkung über 24 Stunden ermöglicht. [6] Die antihypertensive Wirkung von Indapamid erfolgt zum Großteil unabhängig von der Diurese. [6] Indapamid ähnelt in seinem molekularen Aufbau zwar den Thiaziden, aber im Gegensatz zu diesen erfolgt bei Indapamid die blutdrucksenkende Wirkung nur zu 5 % über die Diurese. Die Hauptwirkung beruht auf der effektiven Senkung des Gefäßwiderstands. Ein weiterer Vorteil ist das günstige metabolische Profil von Indapamid. [7] Das Diuretikum hat keinen relevanten Einfluss auf den Lipidstoffwechsel (also Triglyzerid-, LDL- und HDL-Cholesterinwerte), noch auf den Glukosestoffwechsel, auch nicht bei diabetischen Hypertonikern. Last but not least beeinträchtigt Indapamid nicht die Nierenfunktion und verringert die Mikroalbuminurie. [8]

Der besondere Wirkmechanismus von Indapamid erklärt die hohe Effektivität und die sehr gute Verträglichkeit des Diuretikums. So zeigte eine doppelblinde, randomisierte Studie mit 526 älteren Hypertonie-Patienten, dass mit Indapamid signifikant mehr Patienten den Zielbereich erlangten als mit HCT, bei gleichzeitig stärkerer Senkung des systolischen Blutdrucks. [9] Bestätigt werden diese Daten durch die Ergebnisse einer Metaanalyse. [10]
Neue Fixkombination mit Amlodipin und Indapamid
Mit der Zweifach-Fixkombination Natrixam® mit Indapamid und dem Calciumkanal-Antagonisten Amlodipin können jetzt Patienten, die eine starke Blutdruckkontrolle brauchen, mit einer Tablette behandelt werden. [11] Durch die Kombination zweier sehr effektiver Wirkstoffe kann eine Blutdrucksenkung von bis zu 30 mmHg erzielt werden. [12]

Indapamid plus Amlodipin wirken beide über 24 Stunden und sind metabolisch günstig. Zudem ist die Kombination im Allgemeinen gut verträglich, verursacht seltener Ödeme als andere HCT-Kombinationen. [13] Das Präparat ist in zwei Dosierungen erhältlich, jeweils mit 1,5 mg Indapamid mit 5 mg, bzw. 10 mg Amlodipin. [11]
Jetzt mehr erfahren:
Servicepoint Herzkreislauf | Servier Deutschland
- Deutsche Hochdruckliga
- Strauch B et al. J Hypertens. 2013; 31: 2455-2461.
- Weitzman D et al. Hypertension 2014; 64: 501-507.
- Williams B et al. Eur Heart J. 2018; 39: 3021-3104.
- Verma AA, et al. PLoS Med. 2018; 15: e1002584.
- Fachinformation Natrilix, Stand Okt. 2021
- Burnier M et al. J Hypertens. 2019; 37: 1574-1586.
- Marre M et al.; J Hypertens 2004; 22: 1613-1622.
- Emeriau JP et al. J Hypertens 2001; 19: 343-350.
- Roush GC et al. Am J Hypertension 2016; 29: 1130- 1137.
- Fachinformation Natrixam®, Stand Februar 2023
- Kobalava Z et al. J Hypertens. 2019;37(suppl 1):e106.
- Hanon O et al. Am J Hypertens. 2015;28(8):1064-1071.
Fachinformation: Natrixam 1,5 Mg / 5 Mg Tabletten Mit Veränderter Wirkstofffreisetzung – Gebrauchsinformation (imedikament.de)

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